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Patrick Konrad beweist Kämpferherz am Tiefenbachferner

June 16, 2017

Die letzte Bergankunft bei der 81. Tour de Suisse sollte wieder einen Umbruch im Gesamtklassement bringen. BORA – hansgrohe Fahrer Marcus Burghardt und Peter Sagan waren in der Fluchtgruppe des Tages vertreten, wo der UCI Weltmeister seine Führung in der Punktewertung weiter ausbauen konnte. Kletterer Patrick Konrad musste am Tiefenbachferner etwas Tribut zollen, bewies aber Kämpferherz und beendet die 7. Etappe dennoch auf dem guten 20. Platz. 

 

Die 7. Etappe führte die Tour de Suisse nach Österreich. Von Zernez ging es über 166.3 schnelle Kilometer in Richtung Ziel nach Sölden am Tiefenbachferner, der auf einer Höhe von 2780Meter liegt. Der 15.9 Kilometer lange Schlussanstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 6% und einem Höhenunterschied von 1370 Metern sollte einen erneuten Umbruch im Gesamtklassement bringen. BORA – hansgrohe Fahrer Patrick Konrad freute sich auf die heutige Etappe, ging sie doch in seine Heimat.

 

Eine schnelle Etappe sollte es heute wieder einmal werden. Nach nur wenigen Kilometern machten sich 18 Fahrer auf den Weg und hatten eine Lücke von 4 Minuten auf das Hauptfeld. In dieser großen Spitzengruppe waren auch zwei BORA – hansgrohe Fahrer, Marcus Burghardt und UCI Weltmeister Peter Sagan, letzterer holte sich weitere Punkte bei den Sprintwertungen um den Vorsprung in der Punktewertung auszubauen.

 

Die restlichen BORA – hansgrohe Fahrer konzentrierten sich im Feld auf Kletterer Patrick Konrad um ihn sicher zum Schlussanstieg zu bringen. An der Spitze des Hauptfeldes machte das polnische Team CCC Tempo und verringerte den Vorsprung auf die Spitzengruppe auf eine Minute bei noch 24 verbleibende Km.

 

Ab diesem Moment zerfiel langsam die Fluchtgruppe aufgrund mehrerer Attacken aus eben dieser Gruppe heraus. Somit kam es bei 19km vor dem Ziel zu drei größere Gruppen mit einigen Sekunden Abstand zueinander. Am Fuße des Anstieges auf den Tiefenbachferner schwenkte Peter Sagan nach getaner Arbeit aus der Spitzengruppe aus. Durch die gewonnene Sprintwertung baute er weiterhin seine Führung in der Punktewertung aus und konnte in Ruhe die Kletterer den heutigen Tagessieg unter sich ausmachen lassen. BORA – hansgrohe Fahrer Patrick Konrad war gut positioniert in der ersten Gruppe mit circa 10 Fahrern und bewies erneut seine Kletterqualitäten.

 

Große Überraschung ereignete sich 13km vor dem Ziel. Einige Kletter-Favoriten konnten das Tempo nicht mehr mitgehen. Leider verlor auch Patrick einige Sekunden auf die Führenden und versuchte zusammen mit Fahrern wie M. Frank oder D. Pozzovivo (beide AG2R) die letzten 8km in Angriff zu nehmen. Der im Durchschnitt 6% steile Anstieg verlangte den Fahrern alles ab.

 

S. Spilak (Team Katusha) gelang es sich Stück für Stück sich von seinen Kontrahenten abzusetzen und erklomm mit einigen Sekunden Vorsprung den Tiefenbachferner. Patrick Konrad, dem die Anstrengungen des dreiwöchigen Giro d´Italia noch etwas in den Beinen steckten, bewies Kämpferherz und kletterte in einer der Verfolgergruppen in Richtung Ziel. Als 20. beendet er die 7. Etappe in Sölden und ist nun 13. in der Gesamtwertung.

 

Nachdem Zieleinlauf erzählte Patrick von der harten Etappe, „Es war heute brutal schwer und ein schneller Start. Für mich, wie schon gesagt, fühle ich einfach den Giro in meinen Beinen. Es war heute das erste Mal, dass ich diesen Anstieg bestritten habe und ich wusste nicht wie schwer er ist. Ich fühl mich etwas leer aber morgen und am Sonntag sind noch einmal zwei Etappen, die einiges im Gesamtklassement verändern könnten. Ich denke, mit dem 30km langen Zeitfahren kann noch einiges passieren. Und ich hoffe, dass ich noch Zeit gut machen kann. Heute bekam ich 5 Minuten aber die Rundfahrt ist erst nach dem Zeitfahren zu Ende und wir werden sehen, ob ich die TopTen schaffe oder nicht. Wenn nicht, dann wird die Welt auch nicht untergehen. Ich bin ganz zufrieden mit meiner ersten Saisonhälfte. Ich bin mit guter Form in diese Saison gestartet und die Tour de Suisse wird mein letztes Rennen vor einer längeren Pause sein, auf die ich mich schon sehr freue.“ 

 

André Schulze, sportlicher Leiter fasste das Rennen und die Leistungen der BORA – hansgrohe Fahrer noch einmal zusammen, „Es war wieder ein sehr schnelles Rennen heute. Nach circa 20km sind 18 Mann mit Burgi und Peter aus dem Feld rausgefahren. Im Feld kontrollierte CCC und AG2R. Als wir Richtung Sölden ankamen, wurde die Gruppe eingeholt, unsere Jungs brachten Patrick ideal in eine gute Position bevor der Anstieg begann. Sie alle haben wieder einen tollen Job erledigt, Peter konnte sein Trikot weiterhin verteidigen. Im Anstieg hat Patrick sein Bestes gegeben, klar merkt man seine Müdigkeit nach all den Anstrengungen während dem Giro aber er ist ein gutes Rennen heute gefahren. Morgen gehen wir mit Peter wieder auf ein tolles Ergebnis und am Sonntag wird jeder noch einmal sein Bestes geben.“

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